Was bedeutet es ein Krieger zu sein?


Wir kennen diese Übung in der Yoga Klasse fast alle...Krieger 1, Krieger 2, Krieger 3, zurückgebeugter Krieger,...!

Nur nicht jeder von uns kommt auf die Idee die Asana (Haltung) zu hinterfragen, schon garnicht während wir sie ausüben.

Dabei steckt soviel dahinter. Kraft die wir im Alltag brauchen. Durchsetzungsvermögen und Durchhaltevermögen. Denn nur dann können wir unsere Ziele verfolgen und uns für andere auch einsetzten.

 

Schonmal einen Vribadrasana (Krieger) länger gehalten?

Man merkt wie die Füße sich mit der Erde verwurzeln, die Beine fest und aktiv sind, der Oberkörper erhaben und die Arme gestreckt. Der Blick ist konzentriert...und die Gedanken spielen ab und an Streiche wie:"Ich kann diese Asana nicht mehr lange halten" oder "Aaaaaah, zieht das!"....

 

So wie wir in der Position mit uns kämpfen, genauso kämpfen wir täglich mit uns und unserer Umwelt. Manch einer sitzt in Meetings, diskutiert und verhandelt-macht Verträge aus. Wir treffen Menschen, die unsere Ansichten nicht teilen. Der Mensch teilt sich denselben Planeten, dennoch teilen Glaube, Hautfarbe oder Geld seine Welt.

Ein Krieger geht nicht über Leichen oder schaut nur nach seinem Glück, ein richtiger Vribadrasana kämpft friedlich für das Glück aller. Denn jeder von uns hat Einfluß auf seine Mitmenschen. Auf die Familie, Freunde, Bekannte, Fremde. Jeder von uns kennt es, wenn die ersten Sonnenstrahlen im Frühling rauskommen, lächeln sich alle mehr an. Jedoch im Winter, wenn es dunkel und trüb draußen scheint, laufen die meisten schlecht gelaunt oder frustriert durch den Alltag. Wenn man mit sich selber im Reinen ist und auf der Yoga Matte an sich arbeitet und praktiziert, wird einem klar, dass man alles hat was man braucht. Wir schauen hinter die Kulissen und sehen, dass wir die Regisseure sind, denn jeder von uns kann seine Umgebung positiv beeinflußen und somit den ersten Schritt für eine friedliche Welt machen. Wir sind nicht von Äußeren Einflüßen abhängig, wie wir uns fühlen. Wir kreiieren diese, indem wir unsere Ansichten und Meinung auf andere projizieren.

Lebe beziehungslose Beziehungen in jeglicher Form. 

Klingt kompliziert?

Ja, ist es auch.

Denn jeder von uns hat Ansprüche, Erwartungen,

Vorlieben und Abneigungen.

Es ist nicht einfach, keine Erwartungen dem Gegenüber zu haben.

Aber es ist eine kleine Alltagshilfe einfach freundlich, gleichtmütig und lächelnd durch den Tag zu schreiten. Denn das kann anderen helfen, diese Freude und das Lächeln in sich aufzunehmen

und weiter zu geben...!




Be the Change you wanna see in the world

(Gandhi)



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Kommentare: 4
  • #1

    Angi (Samstag, 17 September 2011 13:42)

    Was denkt Ihr? Wie empfindet oder seht Ihr den Krieger in euch?

  • #2

    Marcus Weber (Montag, 19 September 2011 10:52)

    Sehr weise Wort und auch sehr tiefsinnig. Es ist nur schade das nicht jeder Mensch diese Erkenntnis hat und teilt.

  • #3

    Kathi (Montag, 19 September 2011 14:39)

    Ich denke ernsthaft, dass ich zu dir kommen sollte! Drucke mir gleich deinen Plan aus!

  • #4

    Mario Sanjaya (Samstag, 17 März 2018 11:09)

    Bravo Angi !