Ashtanga Namaskar, der achtgliedrige Weg


einatmen roll die Schultern über die Hände - schiefe Ebene, ausatmen KNIE, BRUST, KINN ...!

Ashtanga Namaskar ist genau diese Haltung.

Wenn wir unsere Knie, die Brust und das Kinn zu Boden bringen, liegen genau acht Punkte auf:

beide Füße

beide Knie

beide Hände

die Brust 

das Kinn

Diese Asana steht symbolisch für den achtgliedrigen Pfad.

Die acht Stufen nach Patanjali sind eine oft zitierte und geniale systematische Aufteilung der Yogamethoden. 

Da Yoga seit mehreren Jahrtausenden besteht und jede Zeit und jede Religion bzw. Philosophie in ihm ihre Spuren hinterlassen hat, ist der überlieferte Yoga ein Bündel verschiedenster

Anschauungen und Methoden. 

 

1. YAMAS
Regeln für den Umgang mit anderen und der Umgebung
- Ahimsa - Gewaltlosigkeit, Rücksichtnahme
- Satya - Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit
- Brahmacharya - Freiwerden von Bedürftigkeit, Keuschheit
- Aparigraha - Zufriedenheit
- Asteya - Freiwerden von Bedürfnissen, Nichtstehlen

2. NIYAMAS
Regeln für den Umgang mit sich selbst
- Saucha - Reinheit von Körper und Geist
- Santosha - Zufriedenheit, Annahme des eigenen Schicksals
- Tapas - Geduld üben, Hingabe entwickeln für das, was man tut
- Swadhyaya – Selbsterkenntnis, Studium der Schriften
- Ishvarapranidhana – Vertrauen in den Yogaweg und das eigene Schicksal

3. ASANAS
das Halten der Körperstellungen des Yoga

4. PRANAYAMA
die Atemtechniken 


5. PRATYAHARA
das Zurückziehen der Sinne, um den Geist von den Sinnen, die ihn stören, zu trennen

6. DHARANA
die Praxis, den Geist unter Ausschluss aller Gedanken zu konzentrieren oder ihn auf ein Objekt oder eine Idee zu richten

7. DHYANA
die Meditation, die entsteht, indem man sich konzentriert, dabei innerlich völlig entspannt bleibt und sich seinem Meditationsobjekt mehr und mehr öffnet

8. SAMADHI
ein überbewusster Zustand, den der Geist weder erfassen noch beschreiben kann, denn er transzendiert die drei Elemente, die während jeder gewöhnlichen Erfahrung der Sinne präsent sind: Raum, Zeit und Kausalität. Samadhi ist das Ziel aller Existenz.

 

nun wird einem klar, das Yoga doch um so vieles mehr ist als nur schöne Übungen zu praktizieren, fit zu bleiben oder werden oder einem Trend zu verfolgen.

Es ist harte und stetige Arbeit an sich selbst.

Ein System zum reinigen von Körper und Geist und in den Genuß der vollkommenden Freiheit und Gelassenheit zu kommen.

Was am Anfang noch sehr schwer und viel scheint, wird mit der Zeit normal und leicht. Wenn wir diese Haltung auf der Yoga Matte üben, machen wir uns dessen Bedeutung nicht bewußt oder manch einer kennt diese garnicht erst. Dabei sollte man immer im Hinterköpfen behalten, dass wir Yoga in jedem Atemzug unseres Lebens machen.

Denn Yoga fängt schon beim ersten Gedanken an!

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