die Welt auf den Schultern tragen


jeden Tag werden uns Verantwortung und Arbeit auf die Schultern gelastet, im Yoga legen wir diese schwere Bürde ab.

Wir trennen uns von der ungeheuren Schwere des Tages und praktizieren leicht und frei auf der Matte.

So sollten wir doch auch unseren Alltag angehen, oder etwa nicht?

Unsere Aufgaben und Pflichten als Freude ansehen und mit voller Leidenschaft erledigen. Ohne schlechte Gedanken oder Abneigungen, denn wir entscheiden aus freiem Willen WAS unsere Aufgaben sind.

Es steht keiner über uns uns zieht an den Marionettenfäden, nein, wir entscheiden jeden Moment unseres Lebens was wir als Sinnvoll und Richtig empfinden. Wir sind es, die "Ja" oder "Nein" sagen und wir sind diejenigen, deren Zustand des Geistes ein Objekt

mit der eigenen Meinung füllt.

Was ich damit meine? Ganz einfach,

schauen wir uns mal einen Apfel an. Der eine sieht ihn und würde ihn gerne essen. Ein anderer erblickt den Apfel und ekelt sich, da er schon oft Würmer drin hatte.

Der Apfel ist aber ein neutraler Punkt.

Wir entscheiden wie wir ihn wahrnehmen.

Im Schulterstand drehen wir also nicht nur unsere Sichtweise der Dinge und hinterfragen unseren Standpunkt, nein, wir fühlen auch zum ersten mal die geballte Kraft der Welt auf unseren Schultern.

Die Last, die Mutter Natur jeden Tag ertragen muss, da der Mensch so kreativ auf seinem Zerstörungsfeldzug ist.

Wir fühlen auch wie wir eins werden mit der Erde, schieben die Hände in den Rücken um zum Himmel zu wachsen und strecken die Beine zur Sonne. Wie eine Blume, die die ersten Lichtstrahlen auf der warmen Erde spürt. WIr steigen aus der Unwissenheit zur Wahrheit und vielleicht erkennen wir, dass jeder von uns die Veränderung auf dieser Welt sein kann, die wir alle sehen möchten.

Jeder von uns sollte friedvoller, leichter und fröhlicher durch den Tag schreiten um das Lächeln und die Freude seinen Mitmenschen schenken, damit diese das Lächeln aufnehmen und es an andere weitergeben. Wenn wir selber gleichmütiger und Zufriedener mit uns und der Welt sind, umso aufrechter und entspannter halten wir den Schulterstand. Es gibt dann keine Lasten mehr zu tragen. Denn wir sind dann in vollkommender Harmonie mit allem.

 

YS 4.15

vastu-samye citta-bhedat tayor vibhaktah panthah

derselbe Gegenstand erscheint jedem,

der ihn wahrnimmt, anders.

Das liegt daran das der Zustand des Geistes

jeweils verschieden ist

(interpretation von T.K.V. Desikachar)

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Kommentare: 1
  • #1

    Wendie Flore (Mittwoch, 01 Februar 2017 18:26)


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