Loyal wie ein Samurai!


Hanuman ist der Sohn des Windes, gleichzeitig auch dargestellt als Inkarnation in einem Affenkörper. Er war der Diener von Rama. Das Besondere bei ihm war, dass er, wenn ihm eine anscheinend unmögliche Aufgabe gestellt wurde, sie einfach umgesetzt. Zum Beispiel wie in dieser Geschichte:
Ramas Frau Sita war entführt worden und Rama bat Hanuman: „Finde heraus, wo Sita ist. Bis dann und dann komme zurück. Bis dahin will ich, dass du mir erzählst, wo Sita ist.“
Hanuman reiste durch alle Länder. Aber er hörte nichts von Sita. Eines Tages hörte er, dass Sita auf Sri Lanka wäre. Nun gab es damals weder Flugzeuge noch irgendwelche Schiffe, die dort rüber fuhren. Aber Sita soll auf der anderen Seite vom Ozean gewesen sein und die Zeit drängte. Und anstatt, dass Hanuman sagte: „Es ist eben nicht möglich“, dachte er an Rama und sagte, „Ram Ram Ram Ram Ram“. Er wurde immer größer und wuchs immer mehr. Dann machte er einen großen Satz, um von Indien nach Sri Lanka zu springen. Ich glaube, dass sind um die 80 Kilometer. Aber auch seine Größe reichte nicht ganz. Nach etwas einem Drittel musste er auf eine kleine Insel springen. Die Insel neigte sich ein bisschen zur Seite, so dass Hanuman nicht ins Meer fiel. Er machte einen zweiten Sprung, wieder so um die 25 Kilometer. Dort stützte ihn ein Walfisch. Dann machte er noch einen dritten Sprung und war in Sri Lanka. Er fand tatsächlich die Sita, die entführt worden war, und wollte ihr Nachricht bringen von Rama. Sita sagte: „Woher weiß ich, dass du wirklich von Rama bist?“ Hanuman antwortete: „Hier ist sein Sigelring, den er mir gegeben hat.“ Sita sagte: „Du kannst ihn geklaut haben. Woher weiß ich, dass du wirklich der Bote von Rama bist?“ Da nahm Hanuman seine Pranken und Klauen und riss sich den Brustkorb auf. Da, wo normalerweise das Herz war, sah man nur Rama. ´

Später kam Hanuman zurück zu Rama. Rama hörte die Geschichte und sammelte eine Reihe von Getreuen, um Sita zu befreien. Das war eine Horde von Affen und Bären. Aber auch die hatten kein Boot. Die Frage war also wieder. Wie kommen die da rüber? Da nahm Hanuman einen Felsen und ritzte „Ram“ hinein. Auf einmal konnte der Felsen schweben und schwimmen. Hanuman schrieb auf eine Reihe von Felsen „Ram“ und legte einige Bäumen darüber. So konnten die Affen und die Bären nach Sri Lanka gehen, um Sita zu befreien.

Ravana - das war der Dämonenchef, der die Sita entführt hatte - hatte einen Schwarzmagier, der belegte einen Bruder von Rama, Lakshmana, mit einem negativen Fluch. Lakshmana fiel in Ohnmacht. Im Gefolge Ramas gab es aber einen Arzt, der sagte: „Es gibt ein Kraut, was ihn heilt, aber das wächst nur im Himalaja.“ Hanuman sagte: „Kein Problem.“ Er sagte einfach „Ram“ und sprang mit einem Satz die 3000 Kilometer zum Himalaja. Als er ankam, hatte er vergessen, wie das Kraut aussah. Kurz entschlossen, sagte Hanuman noch mal „Ram Ram Ram“, wurde noch mal viel größer und nahm dann in seine Hand den ganzen Berg. Mit dem Berg in der Hand sprang er dann zurück. In Sri Lanka angekommen konnte der Arzt das Kraut ernten und es dem Lakshmana geben.

Lakshmana wurde wieder gesund, konnte zusammen mit Rama und Hanuman die Sita befreien und wenn sie nicht gestorben sind… Nein, sie haben irgendwann den Körper verlassen und sind wieder auf eine höhere Ebene zurückgekehrt. Es heißt, dass diese besonderen Manifestationen Hanumans immer noch da sind: Hanuman - grenzenloses Vertrauen, das zu tun, was nötig ist, über sich selbst hinauszuwachsen. Hanuman ist der, der einem hilft, immer dann, wenn wir denken, dass es nicht mehr weiter geht. Dann kommt diese besondere Kraft und dieses Licht, das uns den Weg zeigt.

Hari Om Tat Sat

(danke an  Sukadev Bretz für diese ausführliche Geschichte!)

 

Hanumanasana, der Spagat, staht für diesen großen Sprung, für das erreichen der Ziele. Das eigene Angagement und die Tatkraft. Sich für seine Meinung einzusetzten.

Er ist der loyale Samurai, der alles für seine Ziele macht und sein Herz der bedingungslosen Liebe widmet.

Dieses offene Herz wünsche ich auch euch allen.

Diese Hingabe und Offenheit sollten wir in unseren Herzen tragen.

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