wie der Lotus erblüht


die Lotus Blume wächst aus den schlammigen Gewässern empor, ohne das die Spuren davon auf ihr haften bleiben. Nachts schliesst sie ihre Blüte und sinkt zurück unter die Wasseroberfläche, zur Dämmerung kommt sie wieder zurück an die Oberfläche, öffnet ihre Blüte und begrüßt den Tag. Sie erscheint aus der Dunkelheit und bringt das Licht. Ihre Symbolik steht für das Erscheinen von Erleuchteten in Schmutz, Chaos und der Illusion der Menschheit.

 

Die Lotusblume gilt in den östlichen Ländern als Sinnbild der Reinheit und Schönheit und hat wesentliche religiöse Bedeutung. 

In Indien gilt sie als heilig. Der Schoepfergott Brahma entstand der Legende nach aus einer Lotusbluete, die dem Nabel des Erhaltergottes Vishnu entwuchs.

Die indische Lotusblume steht außerdem für Göttlichkeit, Fruchtbarkeit, Reichtum. Wissen und Erleuchtung. Es steht in Verbindung mit der Göttin des Reichtums, Maha Lakshmi, die Wohlstand, Reinheit und Großzügigkeit bringt. Sie sitzt in einer vollblütigen Lotusblume, die für Reinheit, Schönheit

und für alles Gute steht.

Den Buddhisten ist sie u.a. ein Symbol Buddhas.

Das Gebet ´Om Mani padme Hum´

(O Kleinod in der Lotusbluete) bezieht sich auf den besonders in Tibet hochverehrten Boddhisattva Avalokitesvara.

Auch im alten Ägypten genoss die Lotusblume zeitweilig hohe Wertschätzung als Symbol der Unsterblichkeit und war der Göttin Isis geweiht. Kaum eine andere Pflanze regte die Dichter mehr an als die Lotusblume. Die frühesten Gedichte sind in China vor

3.000 bis 4.000 Jahren erschienen.

Die Lotusblume hat eine besondere Oberflächenstruktur die Wasser, Staubpartikel, Schlamm sowie Mikroorganismen, abperlen lässt. Wissenschaftler arbeiten daran dieses biologische Phänomen nutzbar zu machen. Der sogenannte „Lotuseffekt“ könnte es bald möglich machen, dass z. B. Häuserfassaden sich nach dem Regen selbst reinigen. Der Lotus wird jedoch meist als Nutzpflanze angebaut. Die Bestandteile des Lotus sind fast 100% essbar. Die Rhizome, Blätter, Samen und Stängel finden in der chinesischen und indischen Küche vielfältige Verwendung, und enthalten neben Mineralien und Spurenelemente auch Vitamine. Aus den Wurzeln gewinnt man die kostbare Lotuswurzelseide, die heute selten zu bekommen ist und aus der früher in einigen Regionen der Stoff der

Mönchsgewänder gefertigt wurde. 

 

Unberührt von der Unreinheit, die Lotusblume symbolisiert die Reinheit des Herzen und des Geistes. Die Lotusblume steht für langes Leben, Gesundheit, Ehre und Glück.

Wenn sich der Yoga Praktizierende in den Lotussitz begibt, möchte dieser die Eigenschaften der Lotusblume

widerspiegeln und diese aufnehmen.

 

Trete aus der Dunkelheit ins Licht, geführt von der Unwissenheit zur Wahrheit, befreit von der Angst vom Tod zum

Wissen von Unsterblichkeit.

Asato ma sat gamaya

Tamaso ma jyotir gamaya

Mritor ma amritam gamaya

Om Shanti, Shanti, Shanti


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